Anders als manch anderer Bewerber um ein politisches Amt bin ich keiner, der leicht verdauliche Überschriften als "Marketing in eigener Sache" veröffentlicht. Mir geht es vielmehr um Fakten und echte Lösungen zu Sachthemen, weil letztendlich nur das unser geliebtes Niederbayern wirklich weiterbringt und den Menschen dient! Ich gebe auch nicht den "Begrüßungsonkel vom Dienst" ab, um oberflächlich meine Verbundenheit mit den Wählern zu zeigen. Vielmehr ist mir ein ernsthafter Dialog mit den Wählern wichtig. Meine Prämisse heißt in erster Linie: Zuhören und miteinander reden! Für die Diskussion wichtiger Themen, die unsere Region betreffen, oder die Vorstellung von wissenschaftlichen Fakten zu aktuellen Themen bin ich jederzeit gerne zu haben. Bitte kontaktieren Sie mich mit allen Ihren Anliegen - auch nach meinem Austritt aus der CSU!


Nachfolgend finden Sie bei meinen Themenschwerpunkten einige vielleicht "langatmige" Ausführungen, aber - wie gesagt : Für marketingwirksame Verkürzungen bin ich nicht zu haben. Dennoch hoffe ich, Sie nehmen sich als Wähler die Zeit, meine Ausführungen zu lesen.


1. Mobilität


Die ökologische und ökonomische Analyse der zurzeit eingesetzten oder im Test befindlichen alternativen Antriebstechnologien und deren erwartete Weiterentwicklung hat gezeigt, dass konventionelle „Near Zero Emission“-Antriebe mit Diesel-Verbrennungsmotoren für die überschaubare Zukunft, d.h. den Betrachtungshorizont „mittelfristig“, weiterhin die erste Wahl bleiben werden, denn sie ermöglichen es weiterhin so­wohl wirtschaftlich als auch umweltgerecht zu handeln und die CO2-Ziele der Bundesregierung zu erreichen. Alternative Antriebe des Spektrums Elektromobilität würden im Vergleich zu den etablierten Verbrennungsmotor-Optionen heute systembezogen (Kraftstoffvorkette, Fahrzeugproduktion, Fahrbetrieb, Instandhaltung) die Ökobilanz keineswegs verbessern! Erst mittelfristig können die alternativen Optionen der Elektromobilität das ökologische Niveau der etablierten Antriebsoptionen mit Verbrennungsmotor erreichen.

 

Ökonomisch betrachtet liegen alle alternativen Antriebe des Spektrums Elektromobilität heute - trotz der Förderung - weitab jenseits eines wirtschaftlichen Einsatzes, auch wenn Idealisten das "Schönreden" wollen.

 

Auch mittelfristig (in zehn Jahren) werden die Mehrkosten der Optionen des Spektrums Elektromobilität – bei dann nicht mehr unterstellter spezifischer Förderung – noch nicht das Niveau der hochsauberen Verbrennungsmotoroptionen erreicht haben und bei Berücksichtigung der Energiezuführungsinfrastruktur (dann ohne Förderung) im Abschreibungszeitraum noch signifikante Mehrkosten gegenüber den etablierten Konzepten mit Verbrennungsmotor erfordern.

 

Sicherlich ist es wichtig, das vorhandene Potenzial alternativer (elektromobiler) Antriebe vollumfänglich zu entwickeln!  Aber es darf doch nicht so getan werden, dass die Elektromobilität heute und mittelfristig die Verbrennungsmotortechnologien ablösen könnte. Trotz der objektiven Fakten zu den tatsächlichen ökonomisch-ökologischen Realitäten der unterschiedlichen Antriebsoptionen heute und mittelfristig ist allgemein ein massiver politischer Druck - gerade auch auf öffentliche Verkehrsunternehmen - zu erkennen, eine Elektromobilität "zwangsweise" zu etablieren. Hier müssen Fakten vor grün-rotem Marketing Vorrang haben!

Nachfolgend zur Aufklärung der Status Quo am Beispiel Linienbus. Dabei ist erkennbar, dass heute (und auch mittelfristig) die Option Euro VI-Gasmotor in Verbindung mit Biogas klar im Vorteil ist.

Und zur "Dieselkrise" kann ich nur sagen, dass es sich allenfalls um eine "Pkw-Krise" handelt, denn denn die Nutzfahrzeugindustrie hat ihre Hausaufgaben gemacht, die Emissionen des Euro-VI-Nutzfahrzeugdieselmotors und auch des TIER4-final-Traktors liegen auf Umgebungsluftniveau. Es gibt keine Dieselkrise!

Und dass unsere deutsche Pkw-Industrie so diabolisiert wird, entbehrt jeder Grundlage! Die deutschen Hersteller sind bei den NOx-Emissionen um den Faktor 3 bis 10 besser als die Wettbewerber - warum bitte lassen wir es zu, dass unsere vorbildlich agierende Industrie so diffamiert wird?
Und ich gebe zu bedenken: Der NOx-Grenzwert in der Umgebungsluft liegt um den Faktor 24 unter dem NOx-Grenzwert an Arbeitsstätten der Industrie! Ich darf als Institutsleiter meine Mitarbeiter während deren Arbeitszeit der 24-fachen NOx-Dosis aussetzen (950 Mikrogramm/Kubikmeter) als in der Umgebungsluft (40 Mikrogramm pro Kubikmeter)! In der Schweiz gelten als Grenzwert für Arbeitsstätten gar 6.000 Mikrogramm pro Kubikmeter. Irgend was stimmt doch hier nicht, denn die Schweizer leben länger als wir. Auf meine schon im Jahr 2005 gestellte Frage erhielt ich die Antwort, die Umgebungsluftgrenzwerte hätten die Epidemiologen, jene für den Industriearbeitsplatz die Toxikologen zu verantworten. Sorry - aber als Wissenschafler akzeptiere ich keinen Faktor 24 (!) (und in der Schweiz 150 (!)) zwischen Arbeitsstätte und Umgebungsluft! Das ist mir nicht plausibel, und auf dieser Basis bin ich nicht bereit, eine geringfügigige "Umgebungsluft-Grenzwertüberschreitung" als Maßgabe für Diesel-Fahrverbote zu akzeptieren. Das wäre absurder Populismus! Dafür stehe ich als renommierter Wissenschaftler nicht ein!  Fahrverbote für Diesel-Fahrzeuge sind Unfug!

2. Digitalisierung


Als Professor im Bereich Mobilität beschäftige ich natürlich vorrangig mit den Implikationen einer, aktuell sicher noch utopischen, vollständig vernetzten Mobilitätswelt, bei der jedem Verkehrsteilnehmer zu jeder Zeit das optimale Verkehrsmittel bzw. die optimale Kombination an Verkehrsmitteln zur Verfügung steht. Transport wird in dieser "neuen" Welt deutlich theoretisch bequemer und effizienter sein: Raum- und ressourcensparend, zeiteffizient, nahtlos. Für eine vernetzte Mobilität notwendige Anwendungen und Plattformen sind teilweise bereits heute am Markt verfügbar. Von einer vollen Ausschöpfung der Möglichkeiten, die die Digitalisierung der Mobilität bieten könnte, sind wir jedoch noch weit entfernt. Grundlegende Fragestellungen betreffen dabei vor allem das Thema “Connected Mobility”: Welche mobilen Internet-Dienste sind im Auto relevant? Welche Chancen bietet das Autonome Fahren für ein vernetztes Mobilitätssystem? Erfordert das Autonome Fahren eine Vernetzung als Voraussetzung? Welche Daten werden wie und wo erhoben? Und vor allem: Wem gehören sie? Das ist ein juristisches Thema.

 

Aber die Digitalisierung wird auch die Groß- und mittelständische Industrie in Niederbayern erfassen. Berufsbilder werden sich zwangsläufig verändern - aber keine Arbeitsplätze werden verloren gehen! Voraussetzung dafür und mein Anliegen ist die verträgliche Migration von zukünftig veränderten Arbeitsplätzen auf neue Anforderungen. Dazu müssen die Unternehmen im Schulterschluss mit den beruflichen und universitären Einrichtungen ihren Beitrag liefern.

Mir ist es ein Anliegen, bei dem großen Schlagwort "Digitalisierung" unserer Bevölkerung die Angst zu nehmen! Ebenso ist es mir wichtig, bei der Verwirklichung einer 5G-Infrastruktur eine Auslieferung unserer Daten an ausländische Konzerne zu verhindern!

 

3. Bildung


Die Bildungspolitik ist freilich einer meiner Schwerpunkte und liegt mir als Hochschullehrer selbstverständlich am allernächsten! Beim Thema Bildung gilt es, international auch zukünftig führend zu bleiben. Damit meine ich aber nicht allein die Hochschulbildung, sondern auch die berufliche Bildung, die aktuell offenbar aus dem Fokus geraten ist. Als Hochschullehrer erkenne ich seit langem die "Fehlentwicklung", dass die akademische Bildung überbewertet wird und "alle studieren wollen", obwohl nicht alle, die heute ein Abitur oder Fachabitur haben wirklich studierfähig sind. Jeder hat seine besonderen Fähigkeiten, deshalb mahne ich dazu, auch die handwerkliche Ausbildung und das Handwerk wieder stärker zu würdigen! Ich selber stamme aus einer Schlosserei und weiß um die Bedeutung, Fähigkeiten und Wirtschaftskraft des Handwerks. Gerade die Digitalisierung wird aber auch die Strukturen im Handwerk erfassen, so dass hier frühzeitig eine adäquate Vorbereitung erfolgen muss. Gleichzeitig ist mir eine verbesserte Durchgängigkeit von einer Ausbildungsstufe zur nächsten wichtig, da ich hier Defizite erkenne.

4. Infrastruktur


Voraussetzung für die Energiewende ist auch der Aufbau einer adäquaten Energieinfrastruktur zur Übertragung z.B. des regenerativ erzeugten Windstroms von der Nord- und Ostsee nach Niederbayern. Die müßige Diskussion um ober- und unterirdische Trassenverlegung muss zeitnah abgeschlossen werden!  Auch für den Breitbandausbau setze ich mich ein.

Ebenso halte ich die Verhinderung der südlichen Weiterführung der B15-neu für landespolitisch völlig kontraproduktiv. Meine eigene Familie war seinerzeit vom Ausbau der A3 betroffen und hat bereitwillig Grundstücke fürs Gemeinwohl - freilich gegen Entschädigung - abgegeben.

5. Innere Sicherheit


Als wir im Jahr 2010 wieder zurück nach Bayern kamen und wir unser Haus mechanisch und elektronisch absicherten, erhielten wir die Antwort des Polizeibeamten, der unser Anwesen inspizierte: Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute: Sie haben alles bestens gesichert. Die schlechte: Bei uns im Kreis wird kaum eingebrochen, Sie hätten das Geld auch anders ausgeben können.

Nach der unkontrollierten Grenzöffnung seit 2015 ist dieser Sicherheitsstatus leider nicht mehr aktuell. Allein in unserem kleinen Dorf mit 165 Einwohnern gab es seither mehrere Einbruchsversuche und Einbrüche. Diese aber pauschal den Flüchtlingen anzulasten, halte ich für nicht angebracht, aber im Gefolge der Flüchtlinge sind zahlreiche Kriminelle ohne Kontrolle in Bayern eingereist. Da muss endlich gegengesteuert werden, und die CSU hat sich das Thema "innere Sicherheit" auf die Fahnen geschrieben  - und ich auch!  

Und zum leidigen Thema "Der Islam gehört zu Deutschland": Nein, der Islam gehört traditionell keineswegs zur christlich-jüdischen Tradition des Abendlandes! Ich nehme hiermit entschieden eine Gegenposition zur Kanzlerin Merkel ein und unterstütze die fundierte, unstreitige Position von Innenminister Seehofer. Wahrheiten müssen klar artikuliert werden dürfen! Als ich aufwuchs, gab es keinen Islam in Deutschland, und die Jahrhunderte davor auch nicht.

Ich warne aber davor Muslime a priori zu diskreditieren. Ich selbst habe Muslime im Iran als sehr tolerant kennen gelernt, und viele meiner Freunde in Deutschland sind Muslime, die ihren Glauben streng leben, aber sich bestens integriert haben!
De facto geht es bei der aktuellen Problematik eigentlich ausschließlich um Wirtschaftsflüchtlinge und um jene Flüchtlinge, denen wir in unserem Land Frieden und Geborgenheit bieten, die aber die Gastfreundschaft missbrauchen und einen anderen Staat zu etablieren versuchen. Letzterem gilt es mit aller Macht zu begegnen, um unsere freiheitliche, demokratische Grundordnung zu verteidigen! Und als Maßgabe für die Integration halte ich es für unverzichtbar, eine Leitkultur vorzugeben und beizubehalten.

6. Bewahrung der Heimat


In aller Kürze und Entschiedenheit: Die Traditition und Kultur in Bayern und insbesondere bei uns in Niederbayern müssen bewahrt werden! Bei aller vermeintlichen "Moderne", "Fortschritt" und "Entwicklung": Woher wir kommen und was unsere Wurzeln sind ist das, was uns wirklich ausmacht!  Darauf können wir stolz sein.

Bewahrung der Heimat heißt für mich auch Umweltschutz mit Augenmaß und Erhalt unserer landwirtschaftlich geprägten Strukturen.

7. Ehrenamt


Was wäre Niederbayern (und Deutschland....) ohne das Ehrenamt - im Sportverein, in der Feuerwehr, im Roten Kreuz, in Theater- und Heimatvereinen? Ich werde mich aktiv dafür einsetzen, dass das Ehrenamt besser gewürdigt wird, insbesondere bei Einsätzen für die Allgemeinheit wie im Feuerwehreinsatz.

8. Tierschutz


Meine Frau und ich leben den Tierschutz insbesondere für Kleintiere - wie Hunde, Katzen, Kaninchen etc., die sonst keine "Lobby" haben. Wir haben zurzeit fast 50 Tiere aufgenommen (einschließlich Damwild) und bieten ihnen lebenslang ein gutes Zuhause. Ich distanziere mich aber ausdrücklich von den sogenannten "Tierschützern", die Nutztierhalter und Landwirte drangsalieren und  widerrechtlich in deren Ställe eindringen.